Schwerpunkte des Lehrgangs.
bleib im Dunkeln unerfahren mag von Tag zu Tage leben”
Goethe
Schwerpunkt: kontextorientierte Verhaltensmodifikation & Salutogenese
Unterscheidendes Kriterium dieses Lehrgangs ist die Zentralstellung der Gesundheitsförderung, primären Prävention und Salutogenese, um auf die praktische KlientInnenarbeit zur Förderung von Gesundheitsressourcen vorzubereiten.
Die primäre Quelle der Gesundheit ist der persönliche Lebensstil. Die Rückeroberung eines gesundheitsfördernden Lebensstils erlernen Sie anhand der altgriechischen Diätetik, die auch heute noch (oder vielleicht: ganz besonders heute) ein Konzept mit großen Stärken darstellt.
Den zweiten Schwerpunkt der Ausbildung bildet die Salutogogik. Hier geht es um die zentrale Frage: Wie kann ich Gesundheitswissen so vermitteln, dass mein Klient/meine Klientin Freude daran hat, Impulse aufzugreifen?
Forschungen aus dem letzten Jahrzehnt der Gesundheitsförderung kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: „It needs pleasure to keep it up.“ (Ernst 1992) Gesundheit muss unbedingt auch Spaß machen!
Eine weitere Besonderheit unseres Lehrgangs ist die Organisation mit einem hohen Anteil an strukturiertem Selbststudium. Zwölf Lektionen sind in Form eines kontrollierten Selbststudiums zu erarbeiten und 100 Unterrichtseinheiten werden als Präsenzphase absolviert. Durch diese Art des Lernens können wir Ihnen eine fundierte und umfassende Ausbildung mit flexiblen Lernzeiten bieten.
Empowerment.
Der wichtigste Tätigkeitsbereich des/r Diplom Gesundheitsförderers/in (DGF™) ist es, Menschen zu befähigen, damit sie ihr eigenes Leben gesundheitsfördernd gestalten können:
Dazu gehören alle Informationen zur Optimierung des Lebensstils wie etwa Ernährung, Entspannung, Bewegung, Lebensrhythmus, Umgang mit Genussmitteln und das Vermitteln von Gesundheitswissen, sowie die Befähigung zur erfolgreichen Umsetzung einer gesunden Lebensweise.
Ziel ist es, bei den Klientinnen und Klienten
- Bewusstsein für Lebensqualität und Gesundheitsrisiken zu verstärken
- Kompetenz und Eigenverantwortung zu stärken
- Gesundheitsressourcen zu entdecken und zu fördern
- gesundheitsförderndes Verhalten einzuüben
- und Erlerntes so umzusetzen, dass es auch Spaß macht!
Kirschen-Foto: © volff - Fotolia.com
MODUL A
Diaita - die Kunst der Lebensführung
Über drei Jahrtausende lang waren die Leitsätze der gesunden Lebensführung im “Corpus Hippokraticum” verankert, prägten die Spätantike, den alten Orient und wurden noch im Mittelalter an den europäischen Universitäten unterrichtet.
Hier finden wir auch unsere - also die europäischen - heilkundlichen Wurzeln, die seit dem 19. Jahrhundert immer mehr in Vergessenheit gerieten, für unseren Kulturkreis allerdings einen ähnlichen Wert darstellen wie die Jahrtausende alte Tradition der Chinesischen Medizin.
Die Kunst und Kultur der Lebensführung, die Optimierung des Lebensstils ist das Basiselement der Gesundheitsförderung und Verhaltensprävention.
Gesundheitswissen
Die neuesten Erkenntnisse aus der Alternsforschung unterstützen das Verständnis von Gesundheit, Krankheit, Altern und Regeneration.
Teile des Lehrgangs beschäftigen sich mit der Kunst der psychischen und physischen Verjüngung, Themen, die durch Überalterung und hohe Lebenserwartung zur Notwendigkeit geworden sind.
Die Maßnahmen der Primärprävention konzentrieren sich auf die Optimierung der Lebensqualität in allen Dimensionen des Menschseins. Ein spezieller Schwerpunkt ist die Prävention von Zivilisationserkrankungen.
MODUL B
Prävention und Salutogenese, Salutogogik®
Grundlagen und Werkzeuge zur Umsetzung der Gesundheitsförderung:
Gesundheitsdefinitionen und das Kontinuum von Gesundheit und Krankheit.
Der salutogenetische und der pathogenetische Ansatz ergänzen einander
zu einem wertvollen Arbeitskonzept.
